Reiseinformationen Kaukasus

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Nachtplätze

Unsere Nachtplätze habe ich in eine Google - Karte eingetragen. GPS-genau und zur Nachahmung geeignet.  Den Link sende ich gern auf Anfrage zu.

 

Tschechien:

EU- Mitgliedsstaat.

Besonderheit: Zum Befahren der meisten Autobahnen ist eine Vignette erforderlich. Erhältlich an den Grenzübergängen, fast jeder Tankstelle und beim ADAC.

 

Slowakei:

EU Mitgliedsstaat.

Besonderheit: Zum Befahren der meisten Autobahnen ist eine Vignette erforderlich. Beim Transit von Tschechien nach Ungarn kann man die Mautzahlung durch Nutzung der Landstraße leicht vermeiden.

 

Ungarn:

EU- Mitgliedsstaat.

Besonderheit: Zum Befahren der meisten Autobahnen ist eine E-Vignette erforderlich. Diese funktioniert vollelektronisch, wofür das Kennzeichen gespeichert und eine Quittung ausgestellt wird. Verkauft wird sie an Tankstellen und zu Phantasiepreisen an der Grenze.

 

Rumänien:

EU- Mitgliedsstaat.

Besonderheit: Zur Benutzung des Straßennetzes (nicht nur der Autobahnen) ist eine Vignette erforderlich. Erhältlich an den Grenzübergängen und Tankstellen. Beim Kauf sind die Zulassungspapiere vorzulegen.

 

Bulgarien:

EU- Mitgliedsstaat.

Besonderheit: Zum Befahren der meisten Straßen (auch Landstraßen!) ist eine Vignette erforderlich. Erhältlich an den Grenzübergängen und fast jeder Tankstelle. An der Grenze werden sie meist an einem Schalter auf dem Abfertigungsgelände verkauft, die Gebühr ist zusammen mit anderen etwaig beim Grenzübertritt anfallenden Kosten an einem Bankschalter einzuzahlen.

Werden auf dem Abfertigungsgelände keine Vignetten angeboten, so ist man auf überteuerte Angebote nicht angewiesen, denn es gibt genügend Tankstellen, wo sie ebenfalls erhältlich sind.

 

Türkei

Sprache

Türkisch. Fremdsprachen sprechen abseits der Touristengebiete nur wenige Leute.

 Dokumente:

Für die Einreise bis zu 3 Monaten genügt für deutsche Staatsangehörige der Reisepaß. Bürger einiger EU Staaten benötigen ein Visum, das meist an der Grenze erhältlich ist.

Nationaler Führerschein und Fahrzeugschein sind ausreichend, eine grüne Versicherungskarte, auf der das Kürzel „TR“ nicht durchgestrichen sein darf, ist bei der Einreise vorzulegen. Ebenso wurde eine Vollmacht des Fahrzeughalters verlangt.

Kraftfahrzeuge werden bei der Einreise im Reisepaß vermerkt. Der Vermerk gibt unter anderem an, bis wann das Fahrzeug wieder auszuführen ist.

 Kraftstoffe:

Die Versorgung mit Diesel, Benzin und Autogas ist flächendeckend.

Die Preise sind im Vergleich zu den Nachbarländern gewaltig. Die Tankstellen akzeptieren häufig auch Kreditkarten. Auch wenn meist ein Dutzend Kartenlesegeräte bereitsteht, funktioniert die Zahlung manchmal nicht.

 Straßen:

Für die Autobahnen wird eine entfernungsabhängige Maut erhoben.

Die Bosporusbrücken sind nur in Richtung Asien gebührenpflichtig, die Maut muß hier mit einer Aufladekarte der Autobahngesellschaft bezahlt werden. Diese ist nur an der Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke erhältlich. Die Verkaufsschalter sind an der Mautstelle ganz rechts. Man kann die Karte an allen Mautstellen verwenden.

Fast alle Hauptverbindungsstraßen sind zweispurig ausgebaut. Der Asphalt der Hauptstrecken ist meist gut.

 

Georgien

 Sprache

Georgisch. Russisch wird von den meisten Leuten verstanden, Englisch seltener.

 Dokumente:

Für die Einreise bis zu 360 Tagen wird ein Reisepaß benötigt.

Nationale Fahrzeugpapiere wurden anstandslos akzeptiert.
Das Fahrzeug wird mit einem kleinen Aufkleber im Paß des Fahrers vermerkt.
Man sollte sich bei der Einreise über die maximale Verweildauer des Fahrzeugs in Georgien erkundigen. Darüber gibt es widersprüchliche Angaben.
Die früher erforderliche Festlegung des Ausreiseortes bei der Einreise entfällt.

Die meisten deutschen Kfz Versicherer decken Georgien nicht ab. Am Grenzübergang Sarpi wurde der Abschluß einer georgischen Versicherung mit symbolischer Deckungssumme verlangt. Für das Gespann zahlten wir 25€, ohne Anhänger ist sie günstiger.
Am Übergang Ninotsminda fragte niemand nach einer Versicherung.

 Kraftstoffe:

Die Versorgung mit Diesel und Benzin ist flächendeckend und sehr preiswert. Es gilt zu bedenken, daß das georgische Benzin verbleit sein könnte und noch Sorten mit sehr niedriger Oktanzahl erhältlich sind.
Autogas ist erhältlich, jedoch passen die europäischen Adapter nicht.
Viele moderne Tankstellen akzeptieren Kreditkarten.

 

Armenien

 Sprache:

Armenisch. Russisch wird von den meisten Leuten verstanden und man hört es auch oft.

 Dokumente:

Für die Einreise sind ein Reisepaß und ein Visum erforderlich.
Ein Visum zum einmaligen Aufenthalt von 21 Tagen ist ohne Vorlage eines Einladungsschreibens an den Grenzübergängen für 3000 AMD (ca. 6 Euro) erhältlich. Nur bei der Einreise per Bahn ist das Visum vorher zu beantragen
Die nationalen Fahrzeugpapiere wurden anstandslos akzeptiert.
Bei der Einreise wird für das Auto ein Zolldokument ausgestellt. Es kostete für 15 Tage etwa 40 Euro; die maximale Gültigkeitsdauer beträgt 30 Tage. Der Zollbeamte meinte, es sei kein Problem, nach Ablauf der Gültigkeit auszureisen und sofort wieder einzureisen um eine neue Einfuhrerlaubnis zu bekommen.
Bei der Ausreise wurden nochmals 12 Euro kassiert, um das Dokument zu „schließen“.
Die deutsche Kfz Versicherung gilt in Armenien nicht. An der Grenze fragte niemand nach einer Versicherung und es schien auch keine Möglichkeit zu geben, eine einheimische Versicherung abzuschließen.

 Kraftstoffe:

Die Versorgung mit Diesel und Benzin ist flächendeckend und sehr preiswert. Es gilt zu bedenken, daß das Benzin verbleit sein könnte und noch Sorten mit sehr niedriger Oktanzahl erhältlich sind.
Autogas ist erhältlich, jedoch passen die europäischen Adapter nicht.
Einige Tankstellen akzeptieren Kreditkarten.

 

 Bergkarabach

 Dokumente:

Für die Einreise sind ein Reisepaß und ein Visum erforderlich.

Ein 21-tägiges Visum zur einmaligen Reise ist bei der ständigen Vertretung von Bergkarabach in Jerewan innerhalb von wenigen Stunden für 3000 AMD (ca. 6 Euro) erhältlich. Zum Visum wird noch eine „Accreditation Card“ ausgestellt, auf der genau vermerkt wird, welche Orte in dem kleinen Land man besuchen darf. Sie ist bei der Einreise vorzulegen und bei der Ausreise wieder abzugeben.
Eine Beantragung des Visums ist auch nach der Einreise in Stepanakert möglich, jedoch teurer.

Der einzige Grenzübergang nach Karabach ist die Straße von Goris über Berdzor (Lacin) nach Stepanakert. An der Grenze wird man von der karabacher Polizei kontrolliert. Eine armenische Kontrolle gibt es nicht, man wird folglich auch nicht aus Armenien ausgestempelt und auch das Visum läuft weiter.
Die nationalen Fahrzeugpapiere wurden anstandslos akzeptiert. Für das Fahrzeug fielen keine gesonderten Formalitäten an, es wurde lediglich die Zulassung kontrolliert uns das Kennzeichen notiert.

 Vorsicht!

Bergkarabach wird von keinem anderen Staat offiziell anerkannt. Im Ernstfall ist konsularische Hilfe wohl kaum möglich.

Der Besuch der nicht auf der "Accreditation Card" angegebenen Orte  ist verboten. Sperrgebiet sind insbesondere die Frontlinie sowie die Geisterstadt Agdam. Schlägt man doch diese Richtung ein, sollte man sich auf keinen Fall beim Fotografieren erwischen lassen!

Plant man eine spätere Reise nach Aserbaidschan, so sollte man das Visum auf jeden Fall auf ein separates Blatt kleben lassen, da eine Einreise nach Aserbaidschan mit karabacher Vermerken unmöglich ist.

 Kraftstoffe

Diesel und Benzin sind in und um Stepanakert erhältlich. In anderen Orten könnte die Versorgung problematisch sein. Eine Tankfüllung ist jedoch mehr als ausreichend für eine Rundfahrt durchs ganze Land. Die Preise sind geringfügig höher als in Armenien.

 Straßen

Die neu gebauten Ost-West und Nord-Süd „Highways“ sind zwar nur so breit wie eine deutsche Kreisstraße, jedoch hervorragend asphaltiert. Abseits muß mit schlimmen Straßenverhältnissen gerechnet werden.

 

Serbien

Dokumente 

Für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist der Reisepaß ausreichend..
Die nationalen Fahrzeugpapiere sind ausreichend.
Bei der Einreise ist eine Grüne Versicherungskarte vorzulegen, auf der das Kürzel „SRB“ vorhanden und nicht gestrichen ist. Karten mit den alten Kürzeln werden seit neuestem nicht mehr anerkannt.

Straßen

Serbien ist ein klassisches Transitland, der Autoput ist wunderbar zu fahren, kostet jedoch Gebühren, die sich unter anderem an der Höhe des Fahrzeugs an der Vorderachse bemessen. Ein Transporter oder Wohnmobil wird damit schon als Lkw geführt.
Südlich von Belgrad zieht man an der Auffahrt ein Ticket und zahlt beim Verlassen, im Norden gibt es zwei stationäre Maustellen.

 

Kosovo

Dokumente

Für den Aufenthalt bis zu drei Monaten ist der Reisepaß ausreichend. Für Details, insbesondere bezüglich der Weiterreise nach Serbien, sollte man die Informationen des Auswärtigen Amtes lesen: www.auswaertiges-amt.de
Die nationalen Fahrzeugpapiere sind ausreichend.
Bei der Einreise mit dem Kraftfahrzeug ist eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die grüne Versicherungskarte wurde nicht anerkannt.
Der Preis bemißt sich nach der Dauer des Aufenthaltes - mindestens 50€ waren zu zahlen.

Straßen

Die Straßen sind meist gut, jedoch überlastet.

Benzin, Diesel und Autogas werden flächendeckend angeboten.

 

 

Praktisches

 

Anhänger

Der ADAC empfiehlt bereits für die Türkei, daß nur sehr erfahrene Fahrer mit starker Zugmaschine in der Türkei Gespanne fahren sollten. Grundsätzlich ist die Fahrt mit Anhänger auf der gesamten Reise kein Problem gewesen. Der Verkehr fließt insgesamt langsamer als in Mitteleuropa und viele Lastwagen wird man auch mit mäßig starker Zugmaschine am Berg noch überholen können.

Man sollte den Anhänger jedoch gut abschätzen und auch damit rangieren können. Sonst könnte man in manchen chaotischen Städten, auf Parkplätzen oder an Grenzübergängen in Schwierigkeiten kommen.

Ungeduldige und Eilige sollten den Anhänger vielleicht lieber zu Hause lassen.

 

 Auto

Die Reise bereitete dem alten Mercedes C180 keine Schwierigkeiten. Man benötigt kein extra geländegängiges Fahrzeug. Probleme gab es nur beim Befahren der Übernachtungsplätze und an besonders schlechten Streckenabschnitten. Mit etwas Vor- und Umsicht ist es keine schlimme Belastung für das Auto.
Es könnten bei einem Benziner Schäden am Katalysator auftreten.

 

Bargeldversorgung

In allen besuchten Ländern gab es ausreichend Geldautomaten. Verläßt man sich auf Plastikgeld, sollte man unbedingt mehrere Karten mitnehmen.
Ein Notgroschen in Bar kann sehr hilfreich sein.

 

 Wildcamping

Es war in allen besuchten Ländern problemlos, geeignete Nachtplätze zu finden.  Ob es erlaubt ist, oder nicht - es interessiert niemanden, wenn man sich für eine Nacht an einem Ort niederläßt, es sei denn, es ist ausdrücklich durch Schilder verboten. Wenn sich jemand beschwert, könnte man zutreffend darauf hinweisen, daß man den Schlaf für die Fortsetzung der Fahrt braucht.

Passanten beachteten uns meist nicht, grüßten allenfalls.

 

Orientierung

In allen besuchten Ländern gab es außerorts eine absolut ausreichende Beschilderung. Innerorts sah es meist schlecht aus mit Fernwegweisern und auch Straßenschilder waren oft unleserlich oder nicht vorhanden.

Die Orientierung wurde uns extrem durch unser GPS erleichtert. Ich hatte es vor der Reise mit kostenlosen Karten aus dem Open Streetmap Project bestückt.

 

Anreise allgemein

Der schnellste Weg führt über den serbischen Autoput, weiter über die E 80 durch Bulgarien, von wo man über die türkische Autobahn schnell am Bosporus ist.
Während der Hauptreisezeit ist auf dieser Strecke viel Betrieb und es muß mit Wartezeiten an den Grenzen gerechnet werden.

Viele Leute halten diesen Weg für zu gefährlich. Selbst Reiseführer schreiben von echten und falschen Polizisten, die, nur auf Touristen und deren Geldbeutel wartend, mit der Radarpistole hinter jeder Ecke stehen, sowie von einer extremen Überfallgefahr.
Ich persönlich würde eher in südeuropäischen Urlaubsgebieten mit Zwischenfällen rechnen, die von jedermann arglos bereist werden. Auch mit der Polizei gab es bis dato keine Probleme.
Radarkontrollen gibt es in der Tat einige – wer die Warnungen entgegenkommender Autofahrer ignoriert ist selbst Schuld.

Eine Alternative wäre der Weg durch Italien, weiter mit der Fähre nach Griechenland, um von dort aus in die Türkei zu fahren. Es fährt auch eine Schiff von Italien direkt bis in die Türkei.

Natürlich kann man auch quer durch Rumänien nach Bulgarien fahren, was jedoch ein anstrengendes und zeitaufwendiges Unterfangen werden könnte.

 

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Stand: 11.01.11